Spielplanfestlegung

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knipser
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Spielplanfestlegung

von knipser » 1. April 2018 21:30

‚Außergewöhnliche Situation erfordert außergewöhnliche Maßnahmen‘ –
Spielausschussvorsitzender Stebani legt Notfallplan vor und zieht den §7,7


In einem Interview mit der N3-Sportredaktion hat am heutigen Vormittag der Spielausschussvorsitzende des Norddeutschen Fußball-Verbandes Jürgen Stebani den weiteren Verlauf der Saison der Regionalliga 2017 / 18 erläutert. Anlass war eine erneute Spielabsage beim VfB Lübeck am Ostersonntag.
Gemäß seines Mottos ‚Einen Vorsprung im Leben hat, wer anpackt, wo die anderen erst einmal reden.‘ habe er nun handeln müssen.
Um zu einer geregelten und gerechten Lösung zu kommen, werden jetzt alle restlichen Spiele des VfB Lübeck im Zweitages-Rhythmus gespielt. Als ehemaliger Spieler (Anm.: 521 Spiele, 236 Tore; Stebani hatte den Ruf eines ‚konsequenten‘ Vorstoppers beim SV Ilmenau) kenne er zwar auch die Probleme einer erhöhten Verletzungsgefahr durch diese Belastung, andererseits verfüge der VfB über einen ausreichend großen Kader. Auch den Einwand der doppelten Belastung der Spieler gerade in der Woche durch Beruf und Sport lasse er nicht gelten. Im Gegenteil, es werde sich hier zeigen, welcher Spieler sich wirklich mit dem Verein identifiziere und dann auch berufliche wie private Abstriche in Kauf nehme.
Gleiches gelte für die Fans, deren Einsatz Stebani ausdrücklich hervorhob.
Wie gegen das Wetter so komme er auch gegen die Übermacht des DfB nicht an. DfB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch habe in einem Telefonat ihm gegenüber noch einmal klar betont, dass eine Änderung im Rahmenterminkalender auf gar keinen Fall vorgenommen werde. Man könne hier nicht Rücksicht auf die Interessen irgendeines Viertliga-Vereines nehmen. Ein umgehend vom VfB Lübeck eingereichter Einspruch sei auch schon endgültig zurückgewiesen worden. In der Presse kursierende Meldungen, wonach die Saison verlängert werde, bezeichnete Stebani ausdrücklich als April-Scherz.
Damit es beim VfB Lübeck nicht zu weiteren Spielausfällen kommen kann, wird zudem der §7,7 der Durchführungsbestimmungen zur Spielordnung gezogen. Dieser sehe bei wiederholter Unbespielbarkeit des Spielfelds ausdrücklich vor, Spiele auf einem neutralen Platz austragen zu lassen, der beispielsweise über eine Rasenheizung verfüge. Als neutrale Spielplätze im Sinne des Paragraphen 7 habe man deshalb die Spielorte Kiel und das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli festgelegt. Beide seien zudem für die event-orientierten Fans des VfB äußerst attraktiv.
Stebani begrüßte am Ende des Gesprächs die Flexibilität der schleswig-holsteinischen Landesregierung, die sich nun doch bereiterklärt habe, den VfB Lübeck bei dem Einbau einer Rasenheizung finanziell zu unterstützen. Man habe dadurch nunmehr die nationale wie internationale Bedeutung der ‚Lohmühle‘ erkannt.

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